Werbung und Einzelhandel in nordwestdeutschen Intelligenzblättern,
17. und 18. Jahrhundert

In unserer heutigen Gesellschaft begegnet uns Werbung in Form von Posts, Videos oder Popups täglich - Werbung umgibt uns mehr oder weniger universal, egal ob analog oder digital. Doch die Ursprünge, wie es zu dieser Quasi-Omnipräsenz der Werbung gekommen ist, reichen weit zurück: Nordwestdeutschland sind einige der ersten Medien, die Werbeanzeigen verbreiteten, die Intelligenzblätter des 18. Jahrhunderts, in denen Waren, Dienstleistungen und Bekanntmachungen veröffentlicht wurden. Sie schufen neue Möglichkeiten, Produzenten und Konsumenten zusammenzubringen, sich über Produkte und Produktinnovationen zu informierten und gelten damit als frühe Form moderner Werbung. In einer analogen Entwicklung veränderte sich der Handel: Während zuvor vor allem ambulante Händler ihre Waren auf Märkten oder von Ort zu Ort anboten, entstanden im ausgehende 18. und beginnenden 19. Jahrhundert zunehmend feste Verkaufsstätten und -läden. Mein Interesse gilt den Anfängen dieser Entwicklungen, die ich anhand von Intelligenzblättern nachzeichne.

Aktuelles aus dem Projekt
Vortrag, "Buying Westphalian Coffee from Post Commissioner Schmidt – Advertisers and advertisements of rural areas in Northwestern Germany, late 18th to early 19th century", Vortrag bei der Konferenz Rural Retailing and Global Goods in Early Modern Europe, März 2026, Tübingen

Vortrag, „Kauflustige werden ersucht, sich deswegen bey Zeiten zu melden: Anfänge von Werbung in Lippe am Beispiel von Anzeigen des Lippischen Intelligenzblatts (1767-1808)“, Vortrag beim Genealogischen Abend des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V., Januar 2025, Detmold