Trauma und Archiv
Aus der eigenen archivischen Tätigkeit weiß ich, wie belastend die Arbeit mit Archivalien sein kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um zeitgenössische, moderne, frühneuzeitliche oder mittelalterliche Quellen handelt. Als belastend wahrgenommene Archivalien und Inhalte finden sich in Überlieferungen aus allen Zeitabschnitten. Und obwohl bekannt ist, dass Archivar*innen und Nutzer*innen teilweise regelmäßig und häufig mit diesen Inhalten konfrontiert werden, steht die Forschung dazu in Deutschland noch am Anfang. Mein Ziel ist es, den Fokus mehr auf dieses Thema zu lenken und dazu Grundlagenforschung für den deutschen Raum zu betreiben.
In meiner Transferarbeit an der Archivschule Marburg setze ich an diesem Punkt an und habe eine Umfrage "Trauma und Archiv" entworfen, die sich sowohl an Mitarbeitende, als auch an Nutzende richtet. Mit der Umfrage erhoffe ich mir tiefere Einblicke in Umfang und Relevanz des Themas. Unter den nachfolgenden Links ist die Teilnahme möglich (die Umfrage ist bis zum 20.09.2026 geöffnet):
Mitarbeitende:
https://hbovenkerk.limesurvey.net/155848?lang=de&newtest=Y
Nutzende:
https://hbovenkerk.limesurvey.net/815548?lang=de&newtest=Y
Aktuelles aus dem Projekt
Publikation, “Traumasensitive Ansätze im Archivwesen. Stand und Perspektiven”, in: Archiv. Theorie und Praxis, 3, 2025, S. 211-216; online einsehbar unter: https://www.archive.nrw.de/sites/default/files/media/files/ARCHIV-theorie-und-praxis-Heft-3-25-Internet.pdf; zuletzt abgerufen am 29.11.2025.